Vogerlsalat

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Vogerlsalat

Egal ob mit Kartoffeln als Salat zum Schnitzel oder mit nussigem Kernöl mariniert – der Vogerlsalat ist beliebt bei Jung und Alt. Er wird nur roh gegessen, obwohl er auch wie Spinat zubereitet werden könnte.

Wir LGV-Gärtner ernten den zarten Vogerlsalat vorsichtig per Hand, damit die feinen Blätter nicht zerdrückt werden. Obwohl er so fein und zart aussieht, ist der Vogerlsalat hart im Nehmen: Er verträgt Frost. Wir bauen den gehaltvollen Vogerlsalat daher von Ende August bis April an.

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Qualität, Reife und Lagerung

Qualität und Reife:
Für gute Qualität sprechen kleine kompakte Rosetten mit straffen, frischen, dunkelgrünen Blättern. Der Salat sollte möglichst rasch verbraucht werden, da er schnell welk wird. Mit etwas Wasser können leicht angewelkte Blätter jedoch wieder aufgefrischt werden.

Lagerung:
Vogerlsalat lässt sich im Gemüsefach des Kühlschranks trocken, in einem aufgeblasenen und fest verschlossenen Plastikbeutel zirka eine Woche aufbewahren. Damit wird verhindert, dass Vogerlsalat austrocknet. Geputzt und gewaschen hält er sich abgepackt im Plastikbeutel nur ein paar Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.

Kulinarik

Verwendung und Zubereitung:
Vogerlsalat wird vorwiegend roh als Salat verzehrt. Die Rosetten können auch im Ganzen belassen werden – eventuell vorhandene Wurzeln entfernen, kurz abspülen und marinieren. Besonders frisch und knackig wird der Salat, wenn er vor dem Anrichten kurz in Eiswasser gelegt wird.

Vogerlsalat schmeckt am besten mit einer Essig-Öl-Marinade, zubereitet aus kräftigen Essigsorten und einem Schuss Nussöl. Er eignet sich auch hervorragend in der Kombination mit anderen Blattsalatsorten oder als warmer Kartoffel-Vogerlsalat mit einem hochwertigen kaltgepressten Nussöl. Zum Würzen eignen sich vor allem Knoblauch, Schnittlauch, etwas Zucker oder Ahornsirup.

Geschmacklich harmoniert Vogerlsalat auch besonders gut mit frischen Pilzen, Zwiebeln und warmem Schafskäse oder geröstetem Speck.

Beim Putzen der kleinblättrigen Sorte sollte die Rosette erhalten bleiben und nur welke Blätter entfernt werden. Bei der großblättrigen Sorte werden ausschließlich die Blätter verwendet.

Herkunft, Wachstum, Form und Anbau

Herkunft:
Vogerlsalat (Valerianella locusta, Syn.: Valerianella olitoria (L.) Poll.) gehört zur Gattung Feldsalat (Valerianella) und zählt zur Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae). Weitere Vertreter dieser Familie sind, wie der Name schon sagt, der Baldrian, die Zierpflanze Spornblume oder die indische Narde, aus der das wertvolle Nardenöl gewonnen wird. Der Name Vogerlsalat ist eine typisch österreichische Bezeichnung. In Deutschland ist er zum Beispiel als Feld- oder Rapunzelsalat bekannt, in anderen Regionen als Ackersalat, Lämmli, Mausohrsalat, Sonnenwirbel („Sunnewirbili“) oder Nüsslisalat.

Als relativ anspruchslose Pflanze ist Vogerlsalat vermutlich seit Jahrtausenden in Eurasien beheimatet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom hohen Norden bis in den arabischen Raum und tief in den Kaukasus. Hier wächst sie auch wild, bevorzugt an Weg- und Feldrändern. Kultiviert wurde der Vogerlsalat erst in diesem Jahrhundert. Heute erfolgt der Anbau vor allem in westeuropäischen Ländern wie Frankreich, Italien, Deutschland, Belgien und der Schweiz. Er wird sowohl in Freilandkultur als auch unter Glas und Folie gezogen, wobei die heutige Ernte vorwiegend aus witterungsunabhängigen Anbauformen stammt.

Pflanzenwachstum:
Vogerlsalat ist eine einjährige krautige Pflanze, die zwischen 5 und 15 Zentimeter groß wird. Sie ist frosthart und verträgt bis zu minus 15 Grad Celsius. Daher zählt Vogerlsalat zu einem der gesündesten und nährstoffreichsten Wintergemüse und ist vor allem in den Wintermonaten bis zirka Ende April auf dem Markt.
Charakteristisch für den Vogerlsalat sind seine lanzettenförmige Blätter, die zu einer Rosette zusammengewachsen sind. Die Rosette wird aus maximal 20 Blättern gebildet, wobei bei der Ernte die Rosettenform und der Wurzelansatz erhalten bleiben, indem die Pflanze dicht unter der Bodenoberfläche abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt meist schon nach wenigen Wochen händisch mit dem Messer.

Farbe und Form:
Je nach Sorte sind die Blätter breit oder schmal, rund oder spitz und kommen in verschiedenen Grünschattierungen vor. Die kleinblättrigen Sorten sind etwas aromatischer. Vogerlsalat zeichnet sich aufgrund des recht hohen Gehaltes an ätherischem Öl durch einen angenehmen, leicht nussigen Geschmack aus.

Saison:
Vogerlsalat ist ein klassisches Wintergemüse und damit ab September bis Mai auf dem Markt. Der intensive Anbau und der hohe Ernteaufwand machen den Vogerlsalat zu einer der exklusivsten Salatsorten.

Vogerlsalat der LGV-Frischgemüse stammt aus Wien und wird in der Saison frisch auf den Markt gebracht.

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