Klimesch Christian

/Klimesch Christian

Langweilig wird es als Gärtner nicht! Von der Früh bis zu Mittag wird geerntet. Am Nachmittag ist dann die Pflege der Pflanzen dran.

Christian Klimesch

Gurkengärtner

Können Sie sich kurz vorstellen?
Ich heiße Christian Klimesch, komme aus Schwechat und produziere in meinem Betrieb Gurken.

Ist das ein Familienbetrieb?
Es ist ein Familienbetrieb, schon in der vierten Generation.

Wie kann man sich das vorstellen, wie schaut das Leben von einem Gurkengärtner aus?
Wir beginnen im Februar. Anfang Februar bekommen wir die Pflanzen. Die Kultur ist eigentlich recht schnell. In nur einem Monat können wir schon mit der Ernte beginnen. Ein Monat bis fünf Wochen. Und im Sommer wird gewechselt, weil die Gurkenpflanzen nicht das ganze Jahr über gut halten. Dann geht es weiter bis Ende Oktober, Anfang November.

Also zwei Mal?
Ja, wir setzen zwei Mal. Und im Winter bereite ich alles vor und richte es her. Weil es im Sommer nicht viel oder gar keinen Urlaub gibt, holen wir das im Winter nach.

Und im Alltag, wie sieht da der Tagesablauf aus? 
Langweilig wird es nicht! In der Früh wird immer geerntet bis am späten Vormittag. Am Nachmittag ist dann die Pflege dran. Man muss schauen, dass man bei der Pflege immer schön im Rhythmus bleibt, weil das ganz einfach für die Pflanzen wichtig ist. Dann wachsen sie besser und gleichmäßiger. Man muss sie immer beobachten. Gibt es viele Blüten oder wenige? Zu viel ist nichts, dann wachsen die großen Gurken nicht weiter. Zu wenig – da muss man schauen, dass man die Blüte wieder in Gang bringt.

Was macht für Sie einen guten Gärtner aus?
Man braucht das Gespür dafür, ich kann mir nicht einfach die Gurken von den Pflanzen abholen. Man muss die Pflanze ein bisschen verstehen. Sie kann nicht reden, aber sie kann es zeigen. Und sie zeigt es mir: Werden die Blätter kleiner, werden sie größer, werden sie gelb, oder nicht? Die Krankheiten, die Schädlinge, alles muss man beobachten. Und die Pflanze braucht Zeit, um reagieren zu können. Wenn man eine Pflegemaßnahme oder Nützlinge setzt, das dauert. Das sieht man dann erst nächste oder übernächste Woche. Man muss halt ein bisschen vordenken und vorplanen.

20. April, 2018|