Scharf macht glücklich

//Scharf macht glücklich

So sagt man, dass der Chili aus der aphrodisierenden Küche nicht mehr wegzudenken ist. Nichts Essbares wirkt so zuverlässig anregend wie Chili. Das Gewürz sorgt dafür, dass der Körper Opiate ausschüttet und die Durchblutung der Schleimhäute kräftig anregt. Aus wissenschaftlicher Sicht sind Aphrodisiaka zwar keine Wundermittel, trotzdem steigern viele von ihnen nachweislich die Empfindsamkeit, entspannen die Gefäße, regen den Kreislauf an – und fördern somit die Durchblutung und wärmen durch und durch!

Bereits in der 6. Generation kümmert sich Georg Kölbl mit seiner Frau um den Chilihof. Doch so scharf wie heute war es nicht immer. In langer Tradition bauten bereits seine Vorfahren zu Kaiserszeiten Erdbeeren und feinstes Gemüse für die Naschmarkt-Klientel an. Auf den Chili ist er erst vor 10 Jahren gestoßen und heute widmet er sich ausschließlich der kleinen, scharfen Frucht.
Auf 4.400 m2 werden 20 verschiedene Sorten mit scharfen Namen wie Santa Fe, Habanero, Fire Flame und Carolina Reeper angebaut.

Doch was genau macht den Chili so scharf?

Der Capsaicingehalt, der dem Chili aber auch dem Paprika die Schärfe verleiht, ist zwischen den verschiedenen Sorten sehr unterschiedlich. Während Gemüsepaprika nahezu kein Capsaicin enthalten, 0 SCU (Scoville-Einheiten), haben Jalapeños einen Wert von 2.500-8.000 SCU. Spitzenreiter unter der Art Capsicum annuum, wie der Cayenne oder die Wildform Chiltepin, liegen bei ca. 30.000-50.000 SCU, also noch weit unter den Werten, die Vertreter anderer Arten, wie beispielsweise Capsicum chinense, erreichen. Entfernt man die Samen und Mittelrippen (heller Strang), verliert die Frucht an Schärfe.

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15. Juli, 2018|Allgemein|