Radieschen

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Radieschen

Radieschen sind Österreichs Frühlingsboten: Sie sind das erste frische Gemüse im Jahr, das reif ist! Da sie in der Erde wachsen, nehmen sie die ganzen wertvollen Mineralstoffe des Bodens auf und sind eine richtige Wohltat für Ihren Körper nach der langen Winterpause.

Vom Boden hängt es auch ab, wie scharf die Radieschen werden. Alle LGV-Radieschen werden von uns Gärtnern noch von Hand gesetzt, gezogen und zu Bündeln gebunden. Die ganze Familie ist dabei im Einsatz!

Weitere Informationen

Qualität, Reife und Lagerung

Qualität und Reife:
Radieschen werden bundweise mit dem Grün verkauft. Gute Qualität erkennt man an frischen grünen Blättern, einer glatten, straffen Haut und einem saftigen, glänzenden Innenleben. Durch Drücken auf die Knolle kann die Frische getestet werden. Je länger sie gelagert werden, um so mehr leidet der Geschmack und der Vitalstoffgehalt. Sind die Radieschen holzig, so wurden sie zu spät geerntet. Welke gelbe Blätter zeigen ebenfalls eine nachlassende Frische an.

Lagerung:
Radieschen sollten möglichst frisch gegessen werden. Für die optimale Lagerung werden die Blätter bis auf einen Zentimeter entfernt und die Radieschen in ganz wenig Wasser gelegt beziehungsweise in ein feuchtes Tuch eingeschlagen. So können sie im Kühlschrank einige Tage frisch gehalten werden. Radieschen, die etwas weich und trocken geworden sind, werden durch kurzes Wässern wieder schön knackig.

Kulinarik

Verwendung und Zubereitung:
Radieschen werden fast ausschließlich roh verzehrt, in Scheiben geschnitten oder geraspelt und gesalzen aufs Butterbrot, als Salat angerichtet oder auf Rohkostplatten serviert. Die frischen Blätter der Radieschen können wie Kräuter im Salat oder in anderen Gerichten verwendet werden. Besonders lecker schmecken sie, wenn sie wie Spinat zubereitet werden oder klein geschnitten in Suppen gegeben werden. In Asien werden Radieschen häufig in Wok-Gerichten verwendet, sogar sauer-süß eingelegt, jedoch verlieren sie in gedünsteter Form sowohl die Farbe als auch das scharfe, typische Aroma.

Herkunft, Wachstum, Form und Anbau

Radieschen gehören wie beispielsweise auch Brokkoli, Kraut, Rotkraut, Karfiol, Kohlrabi oder Kohlsprossen, zur Familie der Kreuzblütengewächse.

Herkunft:
Als Heimat wird Vorderasien, aber auch China angenommen. In Europa ist das Radieschen erstmals im 16. Jahrhundert in Frankreich aufgetreten, heutzutage werden sie weltweit angebaut.

Planzenwachstum:
Die Aussaat erfolgt im März und im November im geschützten Anbau. Ab April wird bereits im Freiland angesetzt.

Der Pflanzenabstand sollte rund 5-7 cm betragen, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können. Die Keimzeit beträgt rund 1 Woche. Nach 4-6 Wochen kann geerntet werden. Wird zu spät geerntet, verholzt die Knolle und der Geschmack leidet. Trockenheit wirkt sich ebenfalls negativ auf den Geschmack und die Konsistenz aus.

Der Geschmack der Radieschen ist nicht von der Farbe, sondern weitgehend vom Anbau abhängig. Radieschen aus dem Freiland sind meist kleiner und auch schärfer, da sich durch das langsamere Wachstum mehr Senföle bilden können, die für den typischen, scharfen Geschmack verantwortlich sind.

Farbe und Form:
Es gibt viele verschiedene Formen und Farben. Radieschen können rund, zylindrisch, rübenähnlich oder länglich geformt sein. Sie haben einen Durchmesser von rund 3 cm. Die Schale variiert von weiß über weißrot, gelb, rosa, violett und rot, das Fleisch hingegen ist meistens weiß bis schwach rosa. Im heimischen Handel sind vor allem die bekannten roten und runden Vertreter erhältlich. Man unterscheidet grob zwischen klassischen frühen Sorten, die zur Frühjahrs- oder Herbstaussaat geeignet sind, und Sommerradieschen, die unter reichlich Sonneneinfluss Knollen bilden.

Ein weißer Vertreter der Radieschen ist der „Eiszapfen“, der optisch an einen kleinen Bierrettich erinnert und vorwiegend gekocht gegessen wird.

Das Wiener Radieschen, wie der Riese von Aspern, ist eine spezielle Sorte mit über 100jähriger Tradition. Es zeichnet sich durch seine leuchtend rote Knolle und den dezent scharfen Geschmack aus. Es ist etwas größer als seine Artgenossen, daher nicht immer regelmäßig in der Form. Dafür besticht es mit einem garantiert knackigen, weißen Innenleben und einem besonders guten Geschmack.

Saison:
Radieschen aus heimischem Anbau sind, bis auf den Jahresbeginn, fast ganzjährig am Markt. Parallel dazu ist das Wiener Radieschen üblicherweise im März und April frisch in den Läden zu finden.

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