Paprika grün

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Paprika grün

Man würde es nicht glauben, aber der grüne Paprika ist ein Frühjahrsbote! Neben den Radieschen und dem Kopfsalat eröffnet er als eines der ersten reifen Gemüse die Saison in unseren Gärtnerfamilienbetrieben. Das ist auch gut so, da unser Körper das Vitamin C des grünen Paprika nach dem Winter gut brauchen kann!

Paprika ist sehr vielseitig und kann roh ebenso genossen werden wie gekocht, gegart, gefüllt, in Tomatensauce, als Peperonata oder im Grillgemüse.

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Qualität, Reife und Lagerung

Qualität und Reife:
Gute Qualität erkennt man an einer festen, straffen und glänzenden Fruchthaut. Der Stiel soll frisch und grün sein und optimalerweise eine glatte Schnittfläche bieten. Paprika reifen nach der Ernte nach und können auch leichte Änderungen in der Farbe, vorwiegend in Richtung orange und rot, zeigen. Dies ist auch im Geschmack zu bemerken. Orange oder rote Vertreter schmecken süßlicher und bieten auch ein etwas weicheres Fruchtfleisch.

Lagerung:
Frischer Paprika hält sich bei Zimmertemperatur etwa zwei bis drei Tage, im Gemüsefach im Kühlschrank rund eine Woche. Bei Temperaturen unter 8 bis 10 Grad Celsius können Kälteschäden entstehen, daher nur in Ausnahmefällen im Kühlschrank aufbewahren.

Da der grüne Paprika gleich zu Beginn der Saison geerntet wird, kann bei langer Lagerung sehr oft eine gelblich, orange oder rötliche Färbung entstehen. Ähnlich dem Reifeprozess auf der Pflanze. Paprika reagiert sehr empfindlich auf Äthylen und sollte immer getrennt von Tomaten, Äpfeln, Birnen, Zwetschken, Avocado oder Bananen gelagert werden. Paprika kann auch ohne Geschmackseinbuße tiefgefroren werden.

Kulinarik

Verwendung und Zubereitung:
Die Verwendung des heimischen Gemüsepaprika ist sehr vielseitig. So kann Paprika roh in Salaten, sauer eingelegt, gedünstet oder gebraten beziehungsweise gefüllt mit Fleisch oder Getreide verwendet werden. Stielansatz, Samenscheidewände und Kerne sollten vor der Zubereitung jedoch entfernt werden, da die beiden letzteren den Hauptanteils des scharfen Capsaicins enthalten.
Je nach Verwendung wird der Paprika gewaschen, der Stängelansatz entfernt, aufgeschnitten und die weißen Trennwände und Kerne ebenfalls entfernt. Möchte man Paprika füllen, dann schneidet man am Stielansatz einen Deckel aus und entfernt so Kerne und Trennwände.

Herkunft, Wachstum, Form und Anbau

Der Paprika (Capsicum anuum) gehört zu den Fruchtgemüsearten und wird zur Familie der Nachtschattengewächse gezählt. Obwohl die Frucht umgangssprachlich und kulinarisch meist als Schote bezeichnet wird, handelt es sich botanisch gesehen um eine Beere.

Man unterscheidet den Gemüsepaprika mit seinen größeren, milden Vertretern von dem Gewürzpaprika mit seinen schmalen spitzen und schärferen Vertretern, wie Chili und Pfefferoni, und dem Tomatenpaprika.

Herkunft:
Der Paprika stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Er wurde vermutlich im 16. Jahrhundert durch spanische Eroberer nach Europa gebracht.

Pflanzenwachstum:
Die krautigen Paprikapflanzen sind meist mehrjährig und können bis zu 150cm hoch werden. Teilweise sind auch bodendeckende oder deutlich größere Arten und Sorten zu finden. Die Blätter sind länglich oval bis eiförmig. Nach frühestens drei Monaten – in etwa einer Höhe von 30cm bis 1 m – verzweigt sich der Haupttrieb zum ersten Mal. In der Verzweigung bildet sich die erste Blüte. Bei einigen Sorten ist in den Verzweigungen, auf den Blättern und auch den Früchten eine violette bis schwarze Verfärbung zu beobachten. Diese Verfärbungen treten als Schutz gegen zu starke Sonneneinstrahlung auf.

Die Pflanzen sind sehr kälteempfindlich. Daher werden sie in Mitteleuropa meist einjährig (Keimung im Frühjahr – Fruchternte im gleichen Jahr – danach wird die Pflanze kompostiert) gezogen.

Die Blüten der Paprikapflanzen sind meist weiß. Je nach Art treten ein bis zehn Blüten pro Blattachsel auf. Die Blütenbildung hat ihr Optimum bei einer Temperatur von 16 bis 21 °C. Unter idealen Temperaturbedingungen können ganzjährig Blüten gebildet werden, der Einfluss der Tageslänge auf die Fruchtbildung ist hingegen relativ gering.

Farbe und Form:
Paprika besitzt eine enorme Farben- und Formenvielfalt. Die kräftig entwickelten Früchte können je nach Sorte in Größe und Form sehr unterschiedlich sein. So gibt es faustgroße Exemplare, aber auch flachrunde, kugelige, blockartig, aufgeblasene oder walzenförmige Vertreter. Die Farben variieren von wachsweiß über hell- und dunkelgrün, gelb, orange bis rot, braun und violett. Die Paprikasaison wird vom grünen Paprika eröffnet, da er als Erster erntereif wird. Er ist daher knackiger, etwas bitterer und gleichzeitig schärfer als der gelbe, orange oder rote Paprika. Diese überzeugen wiederum mit einem süßeren Geschmack und sind bei Kindern besonders beliebt.

Saison:
Paprika  aus heimischem Anbau ist fast ganzjährig erhältlich. Ab Mitte Februar ist der grüne Paprika in den heimischen Regalen zu finden. Anschließend folgen Anfang April der gelbe, orange und rote Paprika sowie Spitzpaprika. So wird bis zirka Mitte November der Paprikabedarf aus heimischem Anbau gedeckt.

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