LGV-Frischgemüse zieht Bilanz

//LGV-Frischgemüse zieht Bilanz über die Saison 2015: Das Frischgemüse in der Hitzewelle

(Wien, am 5. November 2015) Seit mehr als 60 Jahren sind es die Gärtner der LGV-Frischgemüse, die den Großteil Österreichs die ganze Saison über verlässlich mit bestem heimischem Frischgemüse versorgen. Auch 2015 konnte dies wieder erreicht werden, obwohl die Hitzewelle starke Mengenschwankungen bei Paprika, Paradeisern und Gurken verursachte. Dank der großen Nachfrage nach Ge-müsespezialitäten und dem Erfolg der neuen Wintergemüsesorten konnten die LGV-Gärtner bis Saisonende dennoch den Umsatz im Vergleich zum niedrigen Vorjahrsniveau um 8 Prozent ausbauen. Der erwartete Jahresumsatz 2015 liegt bei 68 Mio. Euro.

Lange Hitzewelle Herausforderung für Pflanzen und Gärtner

Das Wetter der auslaufenden Frischgemüsesaison stellte die LGV-Gärtner vor große Her-ausforderungen. „Heute erinnern sich die meisten nur mehr an die Hitzeperiode im Sommer, aber wir hatten 2015 das lichtärmste Frühjahr, seit es Aufzeichnungen gibt, und daher zu Saisonbeginn massive Mengeneinbußen. Das fehlende Licht führte dazu, dass die Gurkenpflanzen sich nicht richtig entwickeln konnten. Somit war ein geringerer Fruchtansatz vorhanden. Die Gurken konnten dementsprechend nicht ordentlich ausrei-fen“, gibt Mag. (FH) Florian Bell, Vorstand für Finanzen, Betrieb und Personal bei LGV-Frischgemüse, erste Einblicke in das Erntejahr.

Der Sommer, die Hauptverkaufszeit für frisches Gemüse, war geprägt von mehreren Wo-chen starker Hitze und Sonneneinstrahlung. „An sich möchte man denken, dass die Pflanzen so einen Sommer lieben. Tatsache ist jedoch, dass die Hitzewelle die Frischge-müsepflanzen ebenso strapazierte wie die Menschen“, analysiert Michael Wehofer, Vor-stand für Marketing und Verkauf bei LGV-Frischgemüse. Die Pflanzen reagierten außer-gewöhnlich stark auf das anstrengende Wetter. „Viele Früchte konnten sich nicht zur vol-len Pracht ausbilden, weil den Pflanzen schlichtweg die Stärke und Ruhe fehlte. Die Gärt-ner standen vor einer großen Herausforderung, dass die Paprika nicht dünnwandig wurden und die Gurken nicht gelb und kleiner als üblich. Mit wochenlangem Intensiveinsatz und Bravur haben die LGV-Gärtner diese Herausforderung gemeistert. Am auffallendsten waren aber die Rispenparadeiser: Üblicherweise reifen sie vom Rispenansatz bis zur Spitze hin. In diesem Sommer kehrte sich der Reifungsprozess um, wodurch häufig die Para-deiser am Ansatz der Rispe grün blieben“, gibt Wehofer Einblicke in die tägliche Arbeit der Gärtner.

Eine weitere Folge war, dass die Erntemengen von Woche zu Woche stark schwankten. „Bei der Hitze waren sogar die Hummeln zu träge für die Befruchtung, was sich spürbar auf die Erntemengen auswirkte. Im Extremfall ernteten unsere Gärtner in einer Woche weniger als die Hälfte im Vergleich zur Vorwoche“, so Wehofer. Weder der Markt, noch die Konsumenten sind aber auf so starke Mengenschwankungen eingestellt.

Insgesamt ernteten die LGV-Gärtner in der hitzegeprägten heurigen Saison 570 Tonnen weniger an frischem Gemüse als im Vorjahr. Dies entspricht einem Minus von 9,7 Prozent Erntemenge bei Rispenparadeisern, 9 Prozent bei Gurken und sogar 11 Prozent bei Pap-rika.

LGV-Frischgemüse immer bekannter bei den Konsumenten

Sehr positive Ergebnisse hingegen bescherte die heurige Markenumfrage des Gallup-instituts der LGV (Stichprobe 1.000 Österreicherinnen und Österreicher älter als 14 Jahre): LGV-Frischgemüse ist die drittbekannteste Gemüsemarke in Österreich. 20 Prozent der Befragten nennen die Marke spontan und 62 Prozent kennen das LGV-Logo. Auch die Werbelinie der LGV war höchst erfolgreich und wird spontan an zweiter Stelle der Werbe-erinnerungen genannt. Als die drei besonders herausragenden Markeneigenschaften se-hen die Konsumenten die Herkunft des Gemüses aus heimischen Gärtnerbetrieben, dessen knackige Frische sowie die Natürlichkeit. 92 Prozent der Befragten kaufen LGV-Frischgemüse.

LGV-Spezialitäten reüssierten 2015 trotz Hitze

Insgesamt konnte die LGV-Frischgemüse über die Saison 2015 ihren Umsatz um 8 Prozent steigern, was vor allem auf die positiven Absatzzahlen der LGV-Spezialitäten zu-rückzuführen ist. „Die immer stärkere Fokussierung der LGV-Gärtner auf Spezialitäten wie Mini-Gurken, Melanzani oder Ochsenherzen-Paradeiser kompensierte unsere Gärtner heuer für die Mengenausfälle bei den klassischen Produkten. „Die Österreicherinnen und Österreicher fragen unsere Premiumprodukte immer stärker nach, hier liegen wir im Ver-gleich zum Vorjahr um rund 14 % vorne“, erklärt Bell. Von der Wiener Selektionsgurke, die heuer neu im Sortiment war, konnten 60.000 Kilo verkauft werden.
Zusätzlich machte sich bezahlt, dass die LGV-Gärtner im Winter 2014/2015 erstmals auch Wintergemüse in den Anbau aufnahmen und so die Saison über die vormals stillen Monate verlängerten.

Erfolgsgeschichte Wintergemüse

Während die Sommerkulturen in Winterruhe gehen, setzen die Gärtner der LGV-Frischgemüse seit dem Vorjahr auf winterharte Sorten und typisches Winter-Lagergemüse. Als große Erfolgsgeschichte hat sich der gesteckte Wiener Vogerlsalat er-wiesen: Dessen Anbau beginnt im Oktober und reicht bis Ende März/Anfang April. „Der gesteckte Vogerlsalat ist das einzige Gemüse, das im Winter bei uns täglich frisch geerntet werden kann. Er braucht zum Keimen kühle Temperaturen und wird dann lebend geerntet. Dadurch ist er im Kühlschrank zwei Wochen lagerbar und wächst dabei noch weiter“, so Wehofer. Der Erfolg dieses Produkts spiegelt sich auch im Umsatz wieder, denn dieser hat sich von 2014 auf 2015 verdoppelt.

Neben dem Wiener Vogerlsalat finden die Konsumenten in den Wintermonaten noch Wie-ner Sellerie, Wiener Weißkraut und Wiener Rotkraut von den LGV-Gärtnern im heimischen Handel. „Unsere Traditionsgärtner produzieren in Wien für Wien – regionaler geht’s nicht“, schließt Wehofer.

LGV-Frischgemüse verzichtet gänzlich auf Energie aus fossilen Brennstoffen

Als weiteren großen Meilenstein in puncto Nachhaltigkeit konnte die LGV-Frischgemüse 2015 ihre Photovoltaikanlage endausbauen. Der ergänzend benötigte Energiebedarf wird komplett aus Wasserkraft gedeckt. LGV-Frischgemüse deckt ihren Energiebedarf daher nun vollständig ohne fossile Brennstoffe.

Über LGV-Frischgemüse:

LGV-Frischgemüse zählt zu Österreichs größten Frischgemüseproduzenten. Das genos-senschaftlich organisierte Unternehmen wurde bereits im Jahr 1946 unter dem Namen „Landwirtschaftliche Gemüse- und Obstverwertungsgesellschaft für Wien und Umgebung“ gegründet und vereint 108 Gärtnerfamilien aus Wien und Niederösterreich.
Die LGV-Gemüsegärtner bieten während der heimischen Saison von Februar bis November viele verschiedene frische Gemüsesorten an, von Melanzani über Paradeiser, Paprika und Gurken bis Karfiol oder Vogerlsalat.

Rückfragehinweis:

Kerstin Olsa
Presse
LGV Frischgemüse Wien reg. Gen.m.b.H.
T: +43 (0)1/76069-410
E: k.olsa@lgv.at

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6. November, 2015|Presse|