Andrea Steinhart

Melanzanigärtnerin der Großstadt

Als „Mama der Melanzani“ kann man Andrea Steinhart definitiv bezeichnen. Ihre Leidenschaft und Überzeugung brachten sie 2009 zu dieser Kultur. Einen konkreten Markt dafür gab es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht – so trug sie maßgeblich dazu bei, die Gemüse-Landschaft umzukrempeln und einen Platz für Melanzani in den österreichischen Küchen zu schaffen. Seitdem widmet sie sich diesem Gemüse und kultiviert es auf 3 Hektar im geschütztem Anbau. Unterstützung bekommt sie dabei von ihrem Mann Thomas, welcher ebenfalls einen eigenen Gärtnerbetrieb führt – um die Melanzani kümmert sich das Ehepaar jedoch gemeinsam. Zusätzlich verfügt Andrea Steinhart über ein wenig Freiland, auf welchem während der wärmeren Monate Schnittlauch und Petersilie angebaut werden. Radieschen kultiviert sie als Vor- und Nachkultur für ihre Melanzani.

Sowohl Andrea als auch Thomas stammen beide aus Familienbetrieben mit einer langen Tradition, welche von Generation zu Generation weitergegeben wurde und welche sie heute auch noch getrennt voneinander führen. Ihre gemeinsame Tochter wird in der Zukunft jedoch einmal beide Betriebe übernehmen.

Das schönste an ihrem Beruf ist für Andrea Steinhart, die Pflanze wachsen zu sehen und schlussendlich eine schmackhafte und leuchtend-violette Melanzani zu ernten. Sie ist eine sehr heikle Kultur, welche mit viel Feingefühl gepflegt werden muss. Fehler, wie beispielsweise Temperaturschwankungen, verzeiht sie nur selten, weshalb die Melanzani oft auch liebevoll die „Prinzessin der Kulturen“ genannt wird. Mit ihren 8 Metern Höhe ist die Pflanze nicht nur prächtig anzusehen, sondern benötigt auch ausreichend Platz, weshalb Andrea Steinhart Wiens erste und einzige Melanzani-Gärtnerin ist.

„Ich finde es Jahr für Jahr toll, die Pflanzen wachsen zu sehen. Ich kümmere mich gerne um die Pflege der Kultur – dabei habe ich den meisten Kontakt zur Pflanze und kann sie kontrollieren. Außerdem fasziniert mich, wie das Wetter alles mitbestimmt. Wenn die Sonne fehlt, fehlt die gesamte Energie.“