Steinhart Andrea

/Steinhart Andrea

Wenn die Sonne fehlt, fehlt die Energie.

Andrea Steinhart

Melanzanigärtnerin

Herr und Frau Steinhart, Sie sind verheiratet, betreiben aber 2 getrennte Betriebe?

Andrea Steinhart: „Ja, das kommt daher, dass wir beide aus einer Gärtnerfamilie entstammen und beide den elterlichen Betrieb übernommen haben. Lustigerweise sind unsere Betriebe seit jeher Nachbarn, allerdings haben wir einander nicht über die Arbeit, sondern durch Zufall kennen gelernt.“

Thomas Steinhart: „Natürlich arbeiten wir mittlerweile in vielen Bereichen zusammen und unterstützen uns. Aber trotzdem sind es 2 eigenständige Gärtnereien geblieben.“

Wie viel Fläche bewirtschaften Sie jeweils, und was bauen Sie dort an?

Andrea Steinhart: „Ich pflanze auf 8.000 Quadratmetern Melanzani an, und zwar ausschließlich im geschützten Anbau. Melanzani wächst im Freiland einfach nicht, denn die Pflanze will es dauerhaft warm, 20 Grad bei Tag und Nacht.“

Thomas Steinhart: „Mein Betrieb ist etwas größer, insgesamt habe ich eine Fläche von 2 Hektar zur Verfügung. Rund 5.000 Quadratmeter davon sind Freiland. Der Rest ist im geschützten Anbau, seit dem Jahr 2013 bauen wir dort ebenfalls Melanzani an.“

Warum gerade Melanzani?

Andrea Steinhart: „Ich habe mit dem Anbau von Melanzani begonnen, weil ich einfach überzeugt war von dem Produkt. Dabei gab es gar nicht unbedingt einen Markt dafür, den haben wir eigentlich erst geschaffen. Mich fasziniert die Pflanze an sich – Melanzani stehen im Feld wie Soldaten.“

Thomas Steinhart: „Mittlerweile ist die Nachfrage nach Melanzani so groß, dass ich meinen Betrieb ebenfalls auf Melanzani umgestellt habe. Dabei pflanzen wir nicht nur den violetten Klassiker an, sondern auch Spezialitäten wie die weiße, die gestreifte oder die grüne Melanzani.“

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?

Andrea Steinhart: „Ich finde es Jahr für Jahr toll, die Pflanzen wachsen zu sehen. Ich kümmere mich gerne um die Pflege der Kultur – dabei habe ich den meisten Kontakt zur Pflanze und kann sie kontrollieren. Außerdem fasziniert mich, wie das Wetter alles mitbestimmt. Wenn die Sonne fehlt, fehlt die gesamte Energie.“

Und was macht einen guten Gärtner aus?

Thomas Steinhart: „Ganz einfach: Das Gefühl für Pflanzen. Das hat man oder man hat es nicht. Heutzutage muss man sich aber als Gärtner nicht nur mit Pflanzen auskennen, man muss von sehr vielem eine Ahnung haben.“

17. April, 2018|