Hobiger Johann

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Es ist wirklich schön, wenn das erste Radieschen kommt, der erste Salat. Man sieht das so knackig wachsen, man schneidet sich das erste Stück ab und freut sich, dass man den anderen mit einer guten Ware etwas Schönes bereiten kann.

Johann Hobiger

LGV-Gärtner

Können Sie sich kurz vorstellen?
Ich bin ein Gärtnermeister in Wien Simmering. Ich habe den Betrieb schon seit fast 50 Jahren. Ich habe sehr jung angefangen, habe den Betrieb von meinen Eltern übernommen. Wir machen vier Produkte, das sind Radieschen und Salat, und über die Sommermonate Gurken und Rispentomaten.

Warum ist es bei Gärtnerfamilien so üblich, den Betrieb zu übernehmen?
Obwohl ich das einzige Kind war, ist es mir freigestellt worden. Die Eltern haben offen gelassen, ob ich was lernen möchte, wo hingehen möchte oder da bleibe. Nur da hat mir keiner beinhart gesagt, was da wirklich dahinter steht. Man muss schon hineinwachsen ins Gärtnern. Dann sieht man das mit anderen Augen. Und vielleicht bin ich da zu der richtigen Zeit herangewachsen. Es ist wirklich schön, wenn das erste Radieschen kommt, der erste Salat. Man sieht das so knackig wachsen, man schneidet sich das erste Stück ab. Das ist wirklich sensationell, das Auge lacht bei der frischen Ware. Da sagt man, dass man es gerne macht, weil man den anderen mit einer guten Ware etwas Schönes bereiten kann. Und das ist der Anreiz, man muss für das geboren sein.

Was macht einen guten Gärtner aus?
Wenn du in einem Familienbetrieb heranwächst, lernst du ja sehr viel. Man geht zu den Pflanzen, man schaut, wie die Kultur aussieht. Da kriegt man einen schönen grünen Daumen, wie man so schön sagt. Obwohl man sich noch immer beraten lässt, denn egal welche Sparte, man lernt nie aus.

Warum ist die LGV besser als andere Vermarkter?
Weil die Gärtner noch eine Einheit bilden – die LGV ist ja eine Genossenschaft und wir alle Mitglieder. Wir haben den Vorteil, dass die Leute zur Marke LGV noch wirklich viel Vertrauen haben und mit der Qualität zufrieden sind. Mir gibt die LGV die Sicherheit, dass ich meine gesamte Erntemenge anliefern kann und sie schaut, dass sie zum bestmöglichen Preis an die verschiedensten Handelsketten ausliefern kann. Die Ware ganz alleine zu verkaufen, das wäre für mich wirklich sehr schwierig.

Wie ist es in der Genossenschaft unter den Gärtnern?
Bei jeder Anlieferung trifft man den einen oder anderen Kollegen. Und da redet man über jedes Produkt und was man verbessern kann. Die besten Verbesserungen kommen immer aus der Praxis. Gerade in unser Beruf ist 100% Theorie und 100% Praxis.

20. April, 2018|