Hobiger Edeltraud

/Hobiger Edeltraud

In einer Gärtnerfamilie lassen sich Beruf und Privatleben nicht trennen. Wir sagen immer, dass wir nicht 25 Jahre sondern schon 50 Jahre verheiratet sind. In der Gärtnerehe zählen die Jahre immer doppelt, weil man Tag und Nacht zusammen ist.

Edeltraud Hobiger

LGV-Gärtnerin

Können Sie sich für den Anfang kurz vorstellen?
Ich bin die Edeltraud Hobiger. Wir haben im elften Bezirk in Wien eine Gärtnerei. Wir sind ein Familienbetrieb.

Wie lange haben Sie den Betrieb schon?
Mein Mann hat den Betrieb übernommen von seinen Eltern. Seit er ausgelernt ist, arbeitet er in der Gärtnerei.

Hatten Ihre Eltern auch eine Gärtnerei?
Meine Eltern hatten eine Blumengärtnerei, wir haben jetzt Gemüse. Ich habe hier in der LGV im Büro begonnen, drei Jahre, und dann habe ich meinen Mann kennen gelernt und bin wieder umgeschwenkt in die Natur. Die Natur gefällt mir besser, nur sitzen und schreiben am Computer, das ist nichts für mich.

Das wird einem schon in die Wiege gelegt?
Ja, finde ich schon.

Was braucht man um ein guter Gärtner zu sein?
Die Liebe zum Beruf und Idealismus.

Ihr Sohn führt den Betrieb jetzt weiter?
Er macht das jetzt schon seit einigen Jahren. Er ist ja auch naturverbunden. Auch, weil wir das gemacht haben, weil er nichts anderes gesehen  hat. Er ist damit aufgewachsen und wir freuen uns, dass er weitermacht.

Was ist die Genossenschaft LGV für Sie?
Wenn man zusammengeschlossen ist, ist man stärker und einiger als alleine. Und wenn irgendein Problem oder eine Katastrophe ist, dann wird zusammengehalten. So wie bei EHEC vor einigen Jahren, wir sind zum Handkuss gekommen.

Lässt sich Privat- und Berufsleben überhaupt trennen?
Nein. Wenn wir mit Bekannten reden, sagen wir immer, wir sind nicht 30 Jahre verheiratet, sondern 60 Jahre. Die Gärtnerehe zählt immer doppelt, weil man Tag und Nacht zusammen ist.

20. April, 2018|