Ab ins Gemüse

Folge 9

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Robert Palfrader bei der Kraut- und Kohlrabi-Ernte bei Gemüsebauer Florian Mössinger in Oberhausen.

Ich liebe Kohlrabi! Vielleicht, weil ich damit wunderschöne Kindheitserinnerungen verbinde. Meine Großmutter, eine begnadete Köchin, hat uns Kindern oft Kohlrabi mit Erdäpfeln zubereitet und ich habe diese Speise geliebt. Das Wissen um das Rezept, die Zauberformel, die da verwendet wurde, ist leider verloren gegangen. Niemand in der Familie hat sich für dieses einfache Gericht interessiert. Ich war leider zu jung, um sicher zu gehen, dass ich mir Kohlrabi nach Art meiner Großmutter zubereiten werde können. Aber ich esse ihn auch gerne roh.

Florian Mössinger aus dem niederösterreichischen Oberhausen im Marchfeld baut Kohlrabi an. Er bevorzugt die Berufsbezeichnung Gemüsebauer, wie er mir gesagt hat. Schließlich wachsen seine Früchte alle auf Freiland. Bereits in der dritten Generation wird in diesem Familienbetrieb Gemüse angebaut. Und der Arbeitstag eines Gemüsebauern beginnt früh, in der Erntezeit um fünf Uhr morgens, manchmal sogar früher. Denn wenn unter freiem Himmel geerntet wird, kann einem die Hitze ganz schön zusetzen. Außerdem sollte es noch vergleichsweise kühl sein, wenn man zum Beispiel Kohlrabi erntet. Der Strunk lässt sich leichter schneiden.

Ein Tipp, den ich von Florian für die Auswahl des Kohlrabi im Handel bekommen habe: Er sollte eine leicht ovale Form und auf der Oberseite mittig eine kleine Delle haben, die ein wenig weicher ist, sich leicht eindrücken lässt. Aber Florian Mössinger baut nicht nur Kohlrabi an. Auf seinen Feldern wachsen auch Jungzwiebel, Zucchini, Kraut, Zuckermais, Karotten, Erbsen und auch Kartoffel. Eine beachtliche Vielfalt, wegen der Fruchtfolge, meint er.