Ab ins Gemüse
Folge 8

Robert Palfrader zu Besuch bei Bio-Gemüsebauer Daniel Lorenschitz in Tadten
Nein, die Gurke gehört nicht zu meinen Lieblingsspeisen. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass das Gegenteil der Fall ist. Ich kann eine Gurke nur dann akzeptieren, wenn sie – hauchdünn geschnitten – Teil eines Gin Tonic ist. Ansonsten mach ich einen Bogen um die Dinger. Mit dieser Meinung stehe ich in meiner Familie ziemlich alleine da, lieben doch alle dieses erfrischende Gemüse. Vielleicht ist es gerade meine Ignoranz der Gurke gegenüber, die verantwortlich dafür ist, dass ich noch nie etwas von einer Feldgurke gehört habe, geschweige denn sie gegessen habe. Was mich am meisten überrascht hat war, dass die noch unreife Frucht mit Stacheln wie ein Kaktus bestückt, also mit einem von Mutter Natur bereitgestellten Diebstahlschutz versehen ist. Sie sehen, ich war vollkommen ahnungslos.
Zum Glück hab ich Daniel Lorenschitz im burgenländischen Tadten getroffen, der sich bestens auskennt. Er führt den Betrieb seiner Schwiegereltern, gehört jetzt zur bereits vierten Generation, die Gemüse hier im Seewinkel anbaut. Zum Schutz der Umwelt und des Bodens setzt Daniel aus Überzeugung auf eine biologische Wirtschaftsweise. Neben einigen Weingärten kultiviert er auf einer Fläche von einem Hektar im Folientunnel nicht nur die Feldgurke, sondern auch Bio-Gemüse wie Kopfsalat und bunte Mini-Paprika (in den Farben Rot, Gelb, Orange). Dabei kommt ihm auch die Erfahrung seiner Familienmitglieder zugute, auf deren Hilfe er sich immer verlassen kann. „In unserem Betrieb packt die gesamte Familie mit an. So kann jeder sein Wissen und seine Leidenschaft einbringen“, sagt er.









