Ab ins Gemüse
Folge 7

Robert Palfrader als Erntehelfer bei den Gemüsebauern Sabine und Thomas Andert im Seewinkel
Als Spross einer Südtiroler Bergbauern-Familie hat mein Vater sich auch in landwirtschaftlichen Angelegenheiten bestens ausgekannt, um Weisheiten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, Bescheid gewusst. Zum Beispiel: „Ab hundert Hektar kann man auch aus Liebe heiraten!“, hat er mich gelehrt. Und das obwohl – oder gerade weil – so ein durchschnittlicher Hof in Südtirol nur ca. 12 ha Betriebsfläche hat. Was für ein Glück für Thomas Andert, dass er auf 115 ha sein Gemüse anbauen kann, aus Liebe geheiratet werden konnte und seine Frau Sabine ihn unterstützt, obwohl sie berufstätig ist.
Bereits in der vierten Generation baut Familie Andert in St. Andrä im burgenländischen Seewinkel Gemüse an, seit fünf Jahren auch Pimientos de Padrón. Zuerst im kleinen Stil, durch den riesigen Erfolg wird mittlerweile eine beachtliche Menge produziert. Die Pimientos sind eine relativ kleine Paprikasorte, nur ein paar Zentimeter groß, die sich perfekt zum Grillen und Anbraten eignet. In meinem allerengsten sozialen Umfeld wird das nahezu täglich zelebriert. Pimientos anbraten, Olivenöl und eine Prise grobes Salz darauf, fertig!
Im Handel bekommt man die Pimientos deshalb auch oft als Bratpaprika angeboten. Auf der Scoville-Skala liegt ihr Schärfegrad zwischen 2.500 und 5.000 und wird daher als relativ mild wahrgenommen. Von Ende Mai bis Mitte Oktober werden von Thomas und Sabine Andert Pimientos von etwa 9.000 Pflanzen geerntet. Auf den Feldern der Familie Andert werden aber auch Erdäpfel angebaut. Für den Handel Frühkartoffel, aber es werden auch Sorten für namhafte Unternehmen angebaut, die sie dann weiterverarbeiten.









