Ab ins Gemüse

Folge 3

LGV_Ab-ins-Gemuese_600x600_F-03

Robert Palfrader bei der Melanzani-Ernte im Gewächshaus von Andrea und Sabrina Steinhart in Wien Simmering.

Die Melanzani hat gleich mehrere Namen! In Deutschland und Frankreich heißt sie Aubergine. Wir Österreicher haben den italienischen Namen übernommen, haben dabei aber ein „I“ aus dem „A“ am Ende gemacht. Es gibt aber auch Gegenden, in denen sie Eierfrucht heißt. Für mich darf die Melanzani bei keiner Grillerei fehlen, sie passt perfekt zu allem, was so auf den Rost kommt. Und ja: ich hab sogar schon die eine oder andere Pflanze bei mir daheim Früchte tragen sehen. Allerdings waren die geschmacklich jenen, die ich in der Gärtnerei Steinhart bekommen habe, nicht ebenbürtig, also hab ich das Experiment sein lassen. So oft grill´ ich auch wieder nicht. Ja, ich weiß, man kann sie auf vielfältige Art zubereiten, es gibt herrliche Rezepte. Und: Man könnte sie sogar roh essen, wenn sie gut durchgereift ist. Würde ich aber niemanden empfehlen, der Geschmack der rohen Melanzani ist doch eher gewöhnungsbedürftig.

In der Gärtnerei Steinhart, in Wien Simmering, hat man sich auf den Anbau dieser ursprünglich aus Indien stammenden Frucht spezialisiert. Und das ist gar nicht so einfach! Denn obwohl sich Andrea Steinhart bereits seit fast zwanzig Jahren intensiv mit Melanzani beschäftigt, hat sie eine liebevolle Bezeichnung für die Frucht gefunden: Prinzessin auf der Erbse. So sehr muss man diese Frucht hegen und pflegen. Unterstützt wird Andrea dabei von der bereits vierten Generation der Familie, die Gemüsegärtnerin ist. Tochter Sabrina Steinhart ist ebenfalls im Betrieb tätig, die fünfte geht noch in den Kindergarten. Was bedeutet: es sind noch alle Karriereoptionen offen! Ach ja, und da war dann noch „Herbert“. ­